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Die verbotene Stadt: Hernes' Erzähler


  • Nordlandsmuseet 26 Kvernhusveien Bodø , Nordland, 8070 Norwegen (Karte)

Das experimentelle Hörspiel Hierggenjárgga/Härrgenjárrga substas – Hernes tells, gibt den Zuhörern eine Reihe von Schnipseln aus dem Lebensverlauf aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und ist eine Klangerzählung über Natur-Kultur in ewiger Wechselwirkung in Hierggenjárgga/Härrgenjárrga/Hernes.

Das Werk stellt die vorherrschende Geschichtsschreibung in Frage, indem es Raum für spekulative Verbindungen, Stimmen anderer Arten und generationsübergreifendes Wissen über einen bestimmten Ort schafft. Welche Macht liegt darin, sich eine Geschichte anzueignen, und wie könnte die Landschaft anders klingen, wenn man genauer hinhört?

Die Rohrdommel, die traditionell auf Hernes-myra brütet, ist eine der Arten, denen wir in unserer Arbeit begegnen. Sie verschwindet aus der Kulturlandschaft, wenn Moore und Feuchtgebiete trockengelegt und bebaut werden, und ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Angesichts der Klimakrise und des damit einhergehenden Verlusts der Artenvielfalt, der eng mit der Zerstörung der Natur verbunden ist, ist es wichtiger denn je, der Rohrdommel und anderen gefährdeten Arten ein geschütztes Brut- und Lebensraumgebiet zu sichern.

Die Klanginstallation und die dazugehörigen Plakate sollen uns durch verschiedene Aktionen mit den lokalen Umgebungen, in denen wir leben und die wir erleben, verbinden. Eine dieser Aktionen ist es, Geschichten über den Besitz von Land durch die Sami aufzudecken.
Bodø /Bådåddjo/Die Halbinsel Buvvda, die sowohl Küsten-, Pite- als auch Lule-samische Wurzeln hat, zum Anhören
Intergenerationelles Wissen und die kritische Auseinandersetzung mit der alten Geschichtsschreibung stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Sie entstand in Zusammenarbeit und Gesprächen unter anderem mit den Wissensträgern der Lule-Samen, Andrine Øvervoll Eivik, Heidi Birgitta Andersen und Eivind Langåsen.

Als Künstlerin, die im Süden geboren wurde und in Sábme/Nordnorwegen lebt, liegt mir die Anerkennung der Sami und der multikulturellen Bevölkerung in Salten und Lofoten/Lofuohta besonders am Herzen. Zuhören in Demut, Wissenserwerb, wo er fehlt, Bereitstellung von Ressourcen und Dialog sind das, was wir gemeinsam brauchen, um eine gute Stadtentwicklung und eine mögliche zukünftige Versöhnung zu erreichen.“ – Elin Már Øyen Vister

Gießen:

Anne-Marie Austad, Biologin/Beraterin, Dokka Delta
Kinder aus dem Kindergarten Jentoftsletta, Abteilung Lule Sami
Jan Wasmuth, Ökologe
Per Arne Mikalsen, Falck, Vorarbeiter, Flugseite, Falck

Erzählerstimmen:

Andrine Øvervoll Eivik
Anne-Cecilie Pedersen
Heidi Birgitta Andersen
Ken-Philippe Tete
Sander Andersen

Musik, Geräusche, Stimmen:

Andreas Mjøs, Aufnahme des Kommentars, Mischung und Mastering
Kinder im Kindergarten Jentofsletta, Abteilung Lule Sami
Elin Már Øyen Vister, Komposition, Field Recordings, Clips, diverse Aufnahmen
Heidi Birgitta Andersen, Haŋŋá, vuolle
Julia Karen Olea Paulsen, Haŋŋá, vuolle
Ola Høyer, Kontrabass
Robert Jønnum, Aufnahme und Rohmischung des Kontrabasses
Robin Støckert, Soundscape Studios – technisches System, Klanginstallation
Trygve Misvær, Burddogájse vuolle / Børvasstindans Joik (Acapella)

Das Werk enthält außerdem:

Haŋŋá luohti / Havellas joik in Form von Kontrabass-Improvisationen von Ola Høyer
Susanne Lundeng – Havella (Drag, 1994)
Vegard Øyen – Ærfugldun in My duvet (Klavierwalzer in Dur, 2021)

Lapislazuli. Vom Aussterben bedroht. Foto: Harald Misund

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