Die Kupferlampe kehrt nach Hause zurück – nach 42 Jahren 

1983 forderte die A/S Sulitjelma Gruber die Übergabe einer historischen Kupferlampe an das Sulitjelma-Bergbaumuseum. Nun, über vier Jahrzehnte später, wird dieser Wunsch endlich erfüllt. 

 

Eine Lampe mit einer langen Reisegeschichte 

Die Kupferlampe befand sich ursprünglich in Schweden und wurde 1937 im Hauptsitz der A/S Sulitjelma Gruber in Oslo aufgehängt. 1953 wurde sie zur Einlagerung zu Sulitjelma transportiert, verschwand aber kurz darauf spurlos. 

Das Rätsel wurde auf unerwartete Weise gelöst. Als das Tourismus- und Ausbildungszentrum Sulitjelma 1983 eine Farbbroschüre veröffentlichte, war die Lampe auf einem der Bilder abgebildet. Die Firma A/S Sulitjelma Gruber reagierte umgehend und forderte die Lampe zurück. In einem Schreiben vom 12. Juli 1983 erklärte das Unternehmen, die Lampe sei aufgrund ihres designgeschützten Monogramms Eigentum der Firma und müsse „so schnell wie möglich“ an das Bergbaumuseum Sulitjelma übergeben werden. 

Bertel Malden, ein langjähriger und treuer Mitarbeiter der A/S Sulitjelma Gruber-Zentrale in Oslo, schlug Alarm, als die Lampe in der Broschüre abgebildet war. Er hatte sie 1953 selbst verpackt und an Sulitjelma geschickt und sie sofort wiedererkannt. Malden veranlasste daraufhin die Rückgabe der Lampe an ihren rechtmäßigen Besitzer. 

Die Forderung, die niemals vergessen wurde 

Als die Lampe immer noch nicht zurückgegeben worden war, folgte am 31. August desselben Jahres ein weiteres Schreiben. Der Ton war schärfer. A/S Sulitjelma Gruber bezeichnete die Forderung nach der Rückgabe als etwas, das man „niemals vergessen oder aufgeben“ dürfe. Schließlich einigte man sich darauf, dass die Eigentumsrechte des Museums anerkannt würden, die Lampe aber vorübergehend im Kaminzimmer des Hotels hängen bleiben dürfe, solange sie „öffentlich zu sehen“ sei. 

Das Touristen- und Ausbildungszentrum Sulitjelma wechselte im Laufe der Jahre mehrmals den Besitzer und die Betriebsweise. Auch die Lampe blieb erhalten, während es zeitweise als Hotel und als Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber diente. Die Auflage von 1983 wurde jedoch nie aufgehoben. 

Die Kupferlampe befindet sich seit geraumer Zeit in einem Raum neben dem Kaminzimmer des Hotels Sulitjelma.

Bereit fürs Museum 

Es war Wenche Spjelkavik, stellvertretende Vorsitzende des Historischen Vereins Sulitjelma, die im Februar 2026 die entscheidenden Unterlagen über die zur Verschrottung vorgesehene Kupferlampe im Archiv des Vereins fand und das Nordlandsmuseet dringend bat, den Fall erneut aufzugreifen. In einem Telefongespräch am 10. März 2026 bestätigte Kjell Basse Lund, an einem Treffen teilgenommen zu haben, bei dem alle Beteiligten anerkannten, dass das Bergbaumuseum Sulitjelma Eigentümer der Kupferlampe ist. Lund vertrat den Bergarbeiterverband Sulitjelma. An dem Treffen nahmen außerdem der Vorsitzende des Norwegischen Arbeiterverbands, Harald Øverås, und das Tourismus- und Ausbildungszentrum Sulitjelma teil. Das Nordlandsmuseet beantragte die Überführung der Lampe an das Bergbaumuseum Sulitjelma und erhielt eine positive Antwort.  

Die Kupferlampe ist eines der wertvollsten Schmuckstücke aus Sulitjelmas Blütezeit. Es wird wunderbar sein, sie wieder an ihrem Platz und beleuchtet zu sehen. Auch ihre Geschichte ist spannend: Sie war viele Jahre lang verschwunden, und niemand weiß so recht, warum, fasst John Gunnar Olsen vom Bergbaumuseum Sulitjelma zusammen. 

Nach so vielen Jahren benötigt die Lampe eine professionelle Reinigung und Restaurierung. Die Kupferlampe mit ihren Marmorimitat-Seitenwänden trägt die Spuren jahrelanger Nutzung im verrauchten Kaminzimmer. Sie wurde nun ins Bergbaumuseum Sulitjelma gebracht, wo sie, wie ursprünglich geplant, fachgerecht aufbewahrt und ausgestellt wird. 

Die Kupferlampe wird für den Transport zum Sulitjelma-Bergbaumuseum verpackt.

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