Die Blutstraße

Die Blood Road ist ein Straßenabschnitt nordöstlich von Rognan in Saltdal in Nordland, das von Kriegsgefangenen erbaut wurde.

Die Blutstraße ist ein neun Kilometer langer Straßenabschnitt zwischen Langset und Saltnes. Der Bau wurde 1940 von der norwegischen Straßenverwaltung begonnen und von den deutschen Besatzungstruppen beschleunigt. Nun sollte der Straßenbau mit Hilfe jugoslawischer Gefangener erfolgen. Die Straßenverwaltung richtete für sie ein Barackenlager ein. Am 25. Juli 1942 trafen die ersten 463 jugoslawischen Partisanen und Widerstandskämpfer in Botn ein.

Der Straßenabschnitt wurde bald als Blutstraße bekannt. In den Jahren 1942 und 1943 wurden 344 jugoslawische Häftlinge ermordet. Sie starben durch Erschießen, Erhängen, Misshandlungen oder völlige Erschöpfung. Auch Massenhinrichtungen fanden statt. Im ersten Jahr stand das Lager unter der Kontrolle der SS. Der Lagerkommandant Fritz Kiefer war für seine Brutalität bekannt. Doch auch norwegische Wachen waren an den Misshandlungen beteiligt.

Das Blutkreuz an einer Felswand entlang der Straße ist ein starkes Symbol des Leidens. Am 14. Juli 1943 wurde Milos Banjac erschossen. Sein Bruder malte mit dem Blut des Toten ein Kreuz auf die nahe Felswand. Seitdem wird dieses Kreuz regelmäßig übermalt.

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