Das Hunstad-Haus in Bodøsjøen
Das Haus befand sich ursprünglich in Hunstad in Bodø und ist ein etwa 200 Jahre altes Nordlandhaus. Das Haus wurde verlegt und aufgestellt in Bodøsjøen im Jahr 1992.
Was ist ein Nordland-Haus?
In unserer Gegend finden wir einen besonderen Haustyp, das Nordlandhaus. Dieser Typ wird seit mehreren hundert Jahren als Wohngebäude genutzt. Nordlandhäuser sind recht klein. Sie haben in der Regel nur anderthalb Stockwerke. Die einfachste Variante besteht aus nur drei Räumen: Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer, die hintereinander liegen. Die Räume erstrecken sich über die gesamte Breite des Hauses und haben Fenster an zwei gegenüberliegenden Wänden. Der zweite Stock hat genau die gleiche Raumaufteilung wie der erste, und die Dachgeschossräume sind nach den darunterliegenden Räumen benannt: Wohnzimmerboden, Küchenboden und Schlafzimmerboden.
Die Raumaufteilung im Haus kann leicht variieren; es gibt Häuser mit einem Eingang durch einen Anbau zur Küche und den typischen Flurwohnzimmern. Die Flurwohnzimmer sind oft angebaute, kleine Häuser. Der neue Raum wurde an das Ende des Zwei-Zimmer-Wohnzimmers angebaut, sodass der Flur, der sich zuvor am Ende des Hauses befand, nun in der Mitte liegt. Dadurch entstehen Zimmerreihen auf beiden Seiten eines durchgehenden Flurs.
Hunstadhuset ist ein Nordlandhaus
Hunstadhuset ist ein Nordlandhus. Es war das Hauptgebäude des Hunstad-Hofes außerhalb des Stadtzentrums von Bodø. Das Haus stand zunächst auf einem der Felder außerhalb von Bodø und wurde 1888 nach Hunstad verlegt. Wir wissen nicht, wie alt das Haus tatsächlich ist, gehen aber von etwa zweihundert Jahren aus.
Nordlandhäuser, die mehrere hundert Jahre alt sind, sind selten. Die erhaltenen Häuser standen oft in den inneren Bezirken. Das liegt am Klima und den natürlichen Bedingungen an der Küste. In Gegenden mit rauem Wetter hielten die Häuser nicht so lange wie in wärmeren Gegenden.
Nordlandhäuser sind wetterorientiert
Nordlandhäuser richten sich nach der vorherrschenden Wetterrichtung aus. Weht der Wind überwiegend aus Südosten, wird das Haus so gebaut, dass eine kurze Wand nach Südosten zeigt. Dies wurde so gemacht, weil eine kurze Wand leichter zu pflegen ist als eine lange. Außerdem ist sie günstiger. An den kurzen Wänden finden sich selten Fenster, da es schwierig war, sie vollständig dicht zu verschließen. Undichtigkeiten konnten das darunterliegende Holz beschädigen. Es war auch üblich, dass die lange Seite des Hauses zum Meer zeigte.
Beschreibung des Hunstad House
Von außen sieht das Hunstadhuset wie folgt aus: Das Haus hat zwei Schornsteine auf dem Dach und ein Grasdach. Das Obergeschoss ist nicht über die gesamte Grundfläche durchgehend stehhoch. Die Wände sind mit Zimmermannsplatten verkleidet, und an den Längsseiten befinden sich kleinteilige Fenster. Eine Seitenwand gibt es hier nicht, die Eingangstür mit Fenster führt direkt ins Haus. Drei Paneelbretter an den Wänden sind höher als die anderen Bretter. Die Paneelbretter sind nicht gleich breit. Das Fundament besteht aus Stein. Das Haus ist ockergelb gestrichen.
Bevor das Haus gebaut wurde Bodøsjøen Es war ungestrichen. Auch außen fanden die Restauratoren keine Farbreste. Aus Instandhaltungsgründen entschieden sie sich für einen Anstrich. Zudem war ein Teil der alten Verkleidung beschädigt und musste ersetzt werden. Wäre das Haus nicht gestrichen worden, wären die Farbunterschiede des Holzes unansehnlich gewesen und das Haus hätte fleckig und ungepflegt gewirkt. Auch die neueren Materialien hätten dem ungeschützten Zustand ohne Farbe nicht standgehalten.
Bei der Wahl der Hausfarbe musste man sich an der üblichen Hausfarbe der Fischerbauern im Saltengebiet orientieren. Farbe war in verschiedenen Farbtönen und zu unterschiedlichen Preisen erhältlich. Es war üblich, die Farbe selbst zu mischen; man konnte Leinölfarbe oder die günstigere Lebertranfarbe herstellen. Bis 1826 waren nur Naturpigmente (Farben aus natürlichen Rohstoffen) erhältlich. Später kamen chemisch hergestellte Farben hinzu, und mit der Zeit stand eine viel größere Auswahl zur Verfügung.
So sieht das Hunstadhuset von innen aus
Von innen sehen wir: Das Haus hat einen Dachboden. Die Wände sind ungestrichen und ohne Paneele, man sieht das ganze Holz. Es gibt drei Räume: Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Nur die Türen und Fenster haben Stuckleisten. Die Stuckleisten sind gestrichen. Die Inneneinrichtung ist alt, und es gibt zwei Kamine. Im Wohnzimmer befindet sich ein hängender Schornstein, in der Küche reicht der Schornstein bis zum Boden. Ein hängender Schornstein ist nur bis zum Dachboden gemauert, der Ofen im ersten Stock ist über ein Rohr mit diesem Schornstein verbunden.
Von der Küche führt eine Treppe zum Dachboden. An der Küchentür zur Wohnzimmerseite befindet sich eine farbige Treppe, ebenso an den Türrahmen. (Farbige Treppen findet man an mehreren Stellen.) Im Wohnzimmer befindet sich eine Kellerluke (zu einem Keller, der heute nicht mehr vorhanden ist).