Stabbur im Hunstadhuset

Dies ist ein Lagerhaus aus Hernes in Bodø. Eingerichtet in Bodøsjøen im Jahr 1992.

Der Stall diente zur Lagerung von Lebensmitteln. Das Wort „Stall“ stammt vermutlich von „stav-bur“.

Auf den meisten Bauernhöfen war der Stall sehr einfach und bestand aus einem einzigen Raum, auf größeren Bauernhöfen war das Gebäude jedoch oft sehr aufwendig gestaltet und verfügte über Dachböden und Dekorationen.

Im Inneren des Lagerhauses befanden sich mehrere Räume zur Lagerung verschiedener Getreide- und Mehlsorten. Außerdem stand dort ein Salzfass zum Pökeln von Schweinefleisch. Das Salzfass musste absolut dicht sein, da das Schweinefleisch später in Salzlake eingelegt wurde. An der Decke waren Haken angebracht, an denen geräucherte und gepökelte Fleischprodukte wie beispielsweise Schinken aufgehängt wurden. Das Lagerhaus war nicht frostsicher und eignete sich daher nicht zur Lagerung frostempfindlicher Waren. War das Lagerhaus zweistöckig, wurden Getreide und Mehl im Obergeschoss und Fleisch im Erdgeschoss gelagert.

Das Gebäude selbst wurde auf Pfosten etwa 1 bis 1,5 Meter über dem Boden platziert. Dies diente zwei Zwecken:

  1. Um eine Belüftung unter dem Boden zu erreichen und das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Boden zu verhindern.

  2. Um Mäuse und Ratten vom Eindringen in das Lager fernzuhalten, wurden die Pfosten mit einem speziellen Profil versehen, das das Hochklettern kleiner Tiere verhinderte. Aus demselben Grund befand sich auch eine Öffnung von ca. 30 cm zwischen der obersten Stufe und dem Eingang.

Die Scheunentür im Hof ​​war verschlossen. Der Schlüssel zur Scheune war eines der Statussymbole der Hausfrau.

Heutzutage dient das Gebäude zwar nicht mehr als Lager, doch aus künstlerischen und traditionellen Gründen werden viele dieser Gebäude weiterhin als solche genutzt. Der Stall ist auch heute noch ein stattliches Gebäude auf jedem Bauernhof.

Vorherige
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