Schmiede aus Medby in Saltdal

Von Kuholmen in Skrova auf den Lofoten. Einrichten in Bodøsjøen im Jahr 1939.

Eine Schmiede ist eine Werkstatt zur Herstellung und Reparatur von Eisengegenständen. Sie ist der Arbeitsplatz des Schmieds. Die Schmiede auf dem Bauernhof diente der Selbstversorgung der Bauern, während der Dorfschmied als Handwerksspezialist der lokalen Gemeinschaft galt. Für Werften gab es eine Schiffsschmiede, und größere Industriebetriebe verfügten über eine gut ausgestattete Schmiede.

Das Herzstück jeder Schmiede bilden der Schmiedeofen und der Amboss. Das zu bearbeitende Eisen wird zwischen Schmiedeofen und Amboss hin und her bewegt. Im Schmiedeofen wird das Eisen erhitzt und am Amboss geformt. Ein Blasebalg oder Ventilator sorgt für ausreichend Luftzufuhr, solange sich das Eisen im Ofen befindet. Die Luft wurde durch glühende Kohlen geblasen. Das zu bearbeitende Eisenstück wurde in die Glut gelegt, bis es heiß genug war, um herausgehämmert zu werden. Die Bearbeitung des Eisens erfolgte auf dem Amboss mit verschiedenen Hämmern, Meißeln und Zangen. Nägel wurden hergestellt, indem das Werkstück durch immer kleinere Löcher gezogen wurde. Die Qualität des Eisens bestimmte, wie dünn der Draht sein konnte.

Der Schmied arbeitete allein oder konnte sich der Hilfe eines Lehrlings/Gehilfen bedienen. Bei größeren Arbeiten arbeitete der Schmied mit einem oder zwei Vorarbeitern zusammen.

Viele Bauernhöfe besaßen eine eigene Schmiede. Aufgrund der Brandgefahr lag diese Schmiede etwas abseits der übrigen Siedlung. In der Hofschmiede wurden Nägel, Hufeisen, Scharniere und Beschläge geschmiedet sowie Eisenwerkzeuge repariert. Geschickte Schmiede stellten außerdem Messer, Sensen und andere Werkzeuge her, und viele von ihnen waren ganzjährig in diesem Beruf tätig und verkauften ihre Waren.

Städte und Dörfer hatten ihre eigenen Schmieden, sowohl weil die Pferde Hufeisen brauchten, als auch um Laufringe, Messer, kleine Werkzeuge, Metallreparaturen und mehr herzustellen. Manchmal musste der Schmied Zähne ziehen.

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