Petterslager
Deutsches Gefangenenlager für sowjetische Kriegsgefangene, die eine Eisenbahn durch Nordland bauen sollten.
Das Gefangenenlager wurde von den deutschen Besatzungstruppen im Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Fauske und nach Norden. Die Deutschen nannten das Lager „Petterslager“, nach dem Lagerkommandanten Major Petters. Die ersten 200 Kriegsgefangenen trafen im Frühsommer 1943 ein. Zum Zeitpunkt der Befreiung befanden sich fast 600 Kriegsgefangene im Lager.
Die Gefangenen mussten schwere körperliche Arbeit verrichten und erhielten gleichzeitig weniger als nötig Nahrung. Die Bauarbeiten bestanden darin, das Marschland oberhalb von Fauskeeidet auszuheben, Steine abzubauen und Erde für die geplante Eisenbahnstrecke aufzuschütten. Der Bahndamm ist heute noch deutlich auf der anderen Seite der E6 parallel zur Straße zu sehen.
Der 23-jährige Jefim Sanarow aus Kasachstan wurde am 9. Oktober 1943 erschossen. Zusammen mit Fjodor Trifonow und Nikifor Malaschik floh er aus dem Gefangenenlager. Nach einigen Tagen wurden sie gefasst, zurückgebracht und im Steinbruch in der Nähe des Lagers hingerichtet.
Das Denkmal auf dem Hügel erinnert an die elf sowjetischen Kriegsgefangenen, die im Lager starben. Jefims Name fehlt auf dem Denkmal, doch die drei unteren Nummern konnten später mit deutschen Gefangenenkarten in russischen Archiven in Verbindung gebracht werden. Dadurch wurde das Schicksal von Jefim, Fjodor und Nikifor mehr als 60 Jahre nach ihrem Tod aufgeklärt. Nach dem Krieg wurden die Gräber umgebettet. Fauske vom Friedhof und von dort während der Operation Asfalt im Jahr 1951 zum Kriegsfriedhof in Tjøtta.